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Letzte Worte von Karl Barth

Vor kurzem erschien eine neue Biographie über Karl Barth: „Karl Barth - Ein Leben im Widerspruch“ von Christiane Tietz. Wer Barth kennenlernen will, bekommt hier einen lesenswerten Einblick in seine Lebensgeschichte und seine Theologie. Man mag über seine Theologie denken wie man will, aber in vielerlei Hinsicht war er ein Vorbild. 

 

Berührt hat mich, was er am Tag vor seinem Tod (10. Dezember 1968) seinem Freund Eduard Thurneysen am Ende eines Telefongesprächs sagte, bei dem sie sich über bedrückende aktuelle Lage unterhielten:

 

„Ja, die Welt ist dunkel. Nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht nur in Moskau oder in Washington oder in Peking, aber ganz von oben, vom Himmel her. Gott sitzt im Regimente. Darum fürchte ich mich nicht. Bleiben wir doch zuversichtlich auch in dunkelsten Augenblicken! Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! Es wird regiert!"

 

Christiane Tietz: Karl Barth. Ein Leben im Widerspruch. München: C.H.Beck, 414.